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IMBONGI - Voices-for-Africa

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Das Land der Waisen

Das Königreich Swasiland im Süden Afrikas ist ein sehr armes Land und weist die weltweite höchste Aidsrate auf: ca. 30% der Bevölkerung sind HIV positiv. Vor allem die Eltern sterben. Zurück bleiben die Kinder: 50.000 Waisenkinder sind es schon, bei einer Bevölkerung von einer Million: wie Köln mit 50.000 Waisen! 10 000 Kinder sind HIV positiv. Und es gibt keine Waisenhäuser! Viele Kinder haben überhaupt keine Verwandten mehr und leben ganz allein mit ihren Geschwistern, ohne einen Erwachsenen.

Unser Projekt im Dorf eSitjeni

In dem kleinen Dorf Esitjeni gibt es 350 Waisen. Viele sind zur Großmutter in die Hütte gezogen, aber die Omas sind auch völlig mittellos. Sie können das teure Schulgeld für die Enkel nicht bezahlen und die Kleinen auch nicht ernähren. "Voices for Africa" zahlt für 350 Kinder Schulgeld und Kleidung. Denn nur mit einer Schulausbildung haben diese Kinder eine Zukunft.

Viele Kinder im Dorf sind permanent hungrig. Inzwischen bekommen täglich alle bedürftige Kinder ein warmes Mittagessen, auch am Wochenende und in den Ferien. In 2 verschiedenen Küchen, eine im Ober- und eine im Unterdorf wird gekocht. Sechs Köchinnen wurden angestellt, die in riesigen Töpfen die Mahlzeiten kochen. Der Bau der Küche im Unterdorf ist durch unseren Partnerverein „Kinderhaus Göttingen“ ist finanziert worden.

HIV/AIDS

Im Rahmen  einer Aids-Awareness Kampagne, die zwei Praktikantinnen von Voices for Africa durchführten haben sich fast alle Kinder und viele Erwachsene testen lassen. Die Aufklärung läuft weiter. Zwei Lehrerinnen kümmern sich seitdem um die HIV-positiven Kinder.

Der Kindergarten

Seit 2013 finanzieren wir auch die Fachkräfte im Kindergarten. Hier besteht eine gute Zusammenarbeit mit dem „Kinderhaus Göttingen“. Das Kinderhaus Göttingen hat die Spielgeräte finanziert.

Das Ausbildungszentrum für Schneider/innen

 

Mit Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg konnten wir ein Ausbildungszentrum bauen und im März 2008 auf unserer 2. Chorreise mit einem großen Fest einweihen: Mittlerweile sind schon über 100 junge Frauen und auch einige Männer ausgebildet worden. Ihr Schneiderei-Diplom ist staatlich anerkannt und wird jedes Jahr mit einer Modenschau gefeiert. Die AbsolventInnen arbeiten entweder auf privater Basis oder als angestellte Schneiderin in Fabriken. Eine Gruppe schneidert die Schuluniformen für die Kinder des Dorfes.

Das WaisenhausKinder auf der Schaukel

8 Kinder, die keine Familie mehr haben oder Opfer von häuslicher Gewalt sind, leben jetzt in einem kleinen Waisenhaus. Unsere Aidsberaterin hat ihr Haus und einen neuen Anbau, den „Voices for Africa“ 2014 bauen ließ, dafür zur Verfügung gestellt. Diese engagierte Frau kümmert sich um die Kinder.

 

Die Felder

FeldarbeitenAuf zwei großen Feldern wird Mais angebaut. Der Verein sponsert das Saatgut und  das Pflügen, die älteren Kinder und engagierte Menschen aus dem Dorf helfen beim Jäten und Ernten.

 

 

 

 

 

Besser sehenElefant mit Brille

2015 reisten ein Arzt, eine Ärztin und etliche Helfer/innen nach Esitjeni. Sie haben Sehtests angeboten. In Heidelberg und Mannheim wurden dazu Brillen gesammelt. Die Alten erhielten Lesebrillen und 26 Kinder genau angepasste Brillen, die wir in Deutschland anfertigen ließen. 2017 fuhr das Team erneut nach eSitjeni und hat wieder viele Sehtest  durchgeführt. Es wurden wiederum ein Dutzend genau angepasste Billen für Kinder mit Sehproblemen angefertigt.

Partner vor Ort

Projekte dieser Art stehen und fallen mit verlässlichen Partnerinnen vor Ort. Dies sind in Afrika vor allem die Frauen. Mit Zodwa haben wir eine durchsetzungsfähige Managerin gefunden, mit enormem Organisationstalent und einem großen Herzen für die Waisen ihres Dorfes. Sie ist unermüdlich unterwegs, um zu verhandeln, zu motivieren, Partner zu gewinnen. Sie hält mit uns engen E-Mail-Kontakt.

 

Unsere Partner/innen im Dorf
  • Nkhosikati LoMtsetfwa, Witwe des Häuptlings Umphakatsi
  • 2 Aidsberaterinnen
  • 6 Köchinnen
  • 1 Hausmeister
  • 3 Kindergärtnerinnen
  • Ein Verein, der sich um die Waisen kümmert mit seinem Vorsitzenden Sicelo Dlamini

Schuluniformen, Schulgeld und täglich ein warmes Essen

Unsere Aufgaben im Projekt in eSitjeni/ Swasiland

  • Finanzierung der Schulgebühren und Uniformen in Grund- und Oberschule
  • eine warme Mahlzeit am Tag für die Kinder in eSitjeni/Swasiland
  • HIV/AIDS bekämpfen
  • Jugendlichen nach der Schule eine Ausbildung ermöglichen
  • Unterstützung von Hilfen zur Selbsthilfe
  • Eigeninitiativen für Kleinprojekte fördern
  • Vermittlung von Patenschaften

Finanzierung durch Spenden und Konzerte

Durch Eintrittsgelder bei Chorkonzerten und durch großzügige Spender und Spenderinnen, von Patinnen und Paten, können nun schon seit 2006 alle Kinder die Schule besuchen. Jetzt sind die ersten mit der Schule fertig, etliche studieren und der erste Student hat sein Studium beendet. Direkt im Dorf haben wir für die Hauptschulabsolvent/innen eine Nähschule eingerichtet. Das wird besonders von jungen Müttern sehr gerne angenommen, weil sie die Kinder mitbringen können.

Jeder Euro kommt im Dorf an

Auch in Zukunft wollen wir diese Kinder unterstützen. Deshalb bitten wir um Daueraufträge und Patenschaften. Schon mit 15, bzw. 20 Euro im Monat kann in eSitjeni ein Kind satt in die Schule gehen.Bei uns fließt jeder Euro direkt und ohne Abzug ins Dorf zu den Kindern.

Der Verein Voices for Africa arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Das Dorf wird mehrfach im Jahr besucht, wir stehen in engstem Kontakt. Mehrfach im Jahr informieren wir Interessenten, Spender, Patinnen und Paten mit unserem Newsletter.

Unsere Aktivitäten:

Girls Club

Girls Club Tanztheater Corrina Clack

„Girls‘ Club“ wird ein neues Projekt in Kooperation mit dem Jungen Tanztheater Corinna Clack aus Heidelberg. Das Junge Tanztheater Corinna Clack erarbeitet gerade eine neue Produktion mit dem Titel MÄDCHEN.

Es geht darin um Mädchen, wie sie heute und hier Mädchen sein können und dürfen. Dabei ist auch von Bedeutung, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist.

Corinna Clack und ihr junges Ensemble möchten daher gerne Verbindung mit anderen Mädchen auf dieser Welt aufnehmen, die ihr Mädchen-sein noch nicht uneingeschränkt und selbstbewusst ausleben können. Vor allem die älteren Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren wollen sich engagieren und mit Aktionen und Spenden afrikanische Mädchen in eSitjeni unterstützen. Über das Internet können sich die Mädchen aus Deutschland und Swaziland auch kennen lernen.

Der „Girls‘ Club“ will sich jetzt regelmäßig treffen. In den Weihnachtsferien wird der Anfang gemacht.

Das größte Problem in Swaziland ist HIV-Aids. Viele Erwachsene sind erkrankt und gestorben. Über 100 Mädchen in eSitjeni haben so ihre Mütter und Väter verloren, sind Waisen. Die Mädchen ziehen dann oft zu ihrer Großmutter. Andere werden von Verwandten aufgenommen. Leider sind sie in diesen Familien oft nicht gern gesehen und müssen schwer arbeiten. Gewalt und Vernachlässigung spielen ebenfalls eine Rolle. Der „Girls‘ Club“ soll die Mädchen stark machen, damit sie ihren Weg ins Leben finden, sich vor Aids schützen und sich gegenseitig unterstützen.

Es gibt mehrere Studentinnen, die sich bereit erklärt haben, den „Girls‘ Club“ zu betreuen.

Juni 2017

Die Mädchengruppe in eSitjeni trifft sich jetzt regelmäßig einmal im Monat. Sie haben ihr Leitungsteam gewählt und disktuieren Dinge wie Teenager-Schwangerschaften, Drogen, Gruppendruck und anderes Themen. Die Mädchen möchten auch gerne Gäste einladen, andere Mädchen, die sehr früh Mutter geworden sind oder die mit Drogenabhängigkeit zu kämpfen haben.

Hygiene-Sets

Auf dem Bild sind die Hygiene-Set zu sehen, die jedes Mädchen nun bekommt. Deo, Seife und vor allem Monatsbinden. Die sind sehr teuer und die Mädchen können sich die nicht kaufen. Bei starker Menstruation gingen sie deshalb gar nicht in die Schule, ansonsten behalfen sie sich mit Zeitungspapier

Patenreise 2015

Patenreise 2015Patenreise 2015Im Frühjahr 2015 fuhren wir mit 30 Patinnen und Paten nach eSitjeni. Sie kamen aus Berlin, Bielefeld, Stuttgart und aus dem Rhein-Neckar-Raum. Es waren wunderbare, sehr intensive Tage im Dorf. Die Kinder freuten sich sehr ihre Paten kennen zu lernen und umgekehrt natürlich ebenso. Ein großes Fest mit einer Modenschau der Nähschülerinnen war der Höhepunkt. Auch das Ministerium war anwesend. Schulleiterin dankte den PatInnen und Voices for Africa und den Paten noch einmal ausdrücklich für das große Engagement.

 

 

Neues Haus für eine GroßfamilieNeues Haus für die Großfamilie

Ein Gewitter hat das Heim von 9 Kindern zerstört. Die Mutter lebte damals noch, sie ist im Herbst 2015 gestorben. Dank der Initiative der sehr aktiven Bürogemeinschaft Steg in Stuttgart und der sehr aktiven Landhaus-Schule / Heidelberg, wurde ein komplett neues Haus gebaut.

 

Wir setzen auf Solar

100 "little suns" und etliche Solarpanele mit Wohnraum-Lampen mit Handy-Charger sind mittlerweile in eSitjeni im Einsatz.

Schöne Dinge aus der Nähausbildung in eSitjeni

Die Auszubildenden des Nähzentrums haben sich ins Zeug gelegt und Kissenbezüge, Sets, Taschen, Decken und Kinderkleider entworfen und genäht. Diese schönen Sachen werden jetzt zum Verkauf angeboten, in Swasiland und in Deutschland. Wir wünschen guten Erfolg!

 

 

 In der Nähwerkstatt  In der Nähwerkstatt

HIV-Tests und Aufklärung der Waisen in eSitjeni

Die Praktikantinnen Nora und Lisa organisierten in eSitjeni HIV-Tests und einen Informationstag zum Thema AIDS. Diese Aktion wurde zum erstem Mal im Land an einer Grundschule durchgeführt. Nach dem Motto „I know my status, do you?“ konnten sich die Kinder testen lassen und wurden entsprechend ihres Alters aufgeklärt. [mehr...]

 

September 2011: Praktikum in eSitjeni - zwei junge Frauen unterstützen das Projekt Voices for Africa

Nora und Lisa sind zwei junge Frauen, die nach ihrem Politik- und Soziologiestudium jetzt vier Monate nach Swaziland gefahren sind. Sie sind im Voices-for-Africa-Projekt in eSitjeni aktiv, machen ein Praktikum.

Da gibt es viel zu tun: mit allen Waisen sprechen, die Situation und Probleme in den Familien erfassen, die Waisen aufgenommen haben.  Sie bieten Nachhilfe für Kinder an, die gerne ins Gymnasium wollen, es aber allein nicht schaffen. Sie werden mit Kindern die Freizeit gestalten (Kunst, Musik und Sport etc.). Des weiteren werden sie  die Buchführung des Vereins vor Ort modernisieren und PC-Grund-kenntnisse vermitteln.
Das Nähcenter werden sie durch neue Ideen unterstützen.

Hier berichten sie aus erster Hand:

Brief 1 aus eSitjeni
Brief 2
Brief 3

 

Highschoolkinder bekommen Schuluniformen, Hefte und Bücher

Im Januar 2011 beginnt das neue Schuljahr in Swasiland. Unsere Patenkinder bekommen ihre Schuluniformen, Hefte und Bücher.

 

 

 

Mai 2009: Gitarrenunterricht und Webkurse in eSitjeni

 

Konrad Siegel aus Mannheim erteilte den Kindern Gitarrenunterricht und gab Webkurse für die Auszubildenden der Näherei.

April 2009: Zweites Hühnerhaus und Ökolandbauprojekt eingeweiht

Ostern 2008: Einweihung des Ausbildungszentrums und der Hühnerzucht

Nun ist das Ausbildungszentrum fertig gestellt, das 20 Waisen eine Schneiderausbildung ermöglicht. Außerdem ist der Hühnerstall gerade fertig geworden, in dem 1000 Hühner gemästet werden. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf der Hühner soll das Projekt langfristig auf eigene Füße gestellt werden.
Der Chor Mokosané war zum Einweihungsfest gekommen. 250 Ehrengäste, incl. Abgesandte der königlichen Familie und Vertreter von drei Ministerien verdeutlichten durch ihre Anwesenheit die Bedeutung des Projektes:
Dieses Projekt gibt es nur einmal im kleinen Königreich. 

Mai 2008: Ausbildungsprojekt in eSitjeni startet

Im Mai 2008 startet ein Ausbildungsprojekt: 20 junge Leute können in einer 2-jährigen Ausbildung Schneider/in werden. Bau des Nähzentrums, Einrichtung mit Nähmaschinen und Leitung des Projekts liegen bei Zodwa Dlamini. Die Chief des Dorfes - Nkosikati LoMtsefara - unterstützt das Vorhaben und hat Grund und Boden für das Haus zur Verfügung gestellt. Gefördert wird diese Projekt durch die Landesstiftung Baden Württemberg. Der Partnerverein in eSitjeni trägt in Form gemeinnütziger Arbeit zum Gelingen des Projektes bei.

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